Tierfreigelände Nationalpark Bay. Wald

Etwa 40 heimische Tierarten können die Besucher des über 200 Hektar großen Tierfreigeländes Nationalpark Bayerischer Wald in ihrer natürlichen Lebensumgebung bewundern. In verschiedenen Großgehegen leben neben Luchse, Braunbären, Wölfe, Biber, Elche und ein Vielzahl an Vögeln. Allerdings muss teilweise Geduld mitgebracht werden, bis sich die Tiere zeigen.

Unsere Wanderung durch das Tierfreigelände starten wir am Nationalparkzentrum Lusen in Neuschönau. Direkt am Zentrum liegt auch der Baumwipfelpfad, der auch einen Besuch lohnt. Links vom Infopavillon mit Café  beginnt die Tour und wir gehen an einem großen Steinhaufen mit der Inschrift „Tierfreigelände“ vorbei in den Wald. Auf einem breiten Schotterweg wandern wir etwa 400 Meter und zweigen anschließend links auf einen schmaleren Holzplankenweg ab. Entlang des Weges werden die Baumarten erklärt und wir erreichen mit Hasel- und Auerhuhn das erste Tiergehege. Weiter geht es durch eine Voliere für Raben zu den Baumeistern am Wasser, den Bibern. Im Wasser zeigt sich ein großer Biberbau, der aus einer Reihe von angehäuften Ästen gebaut ist. Leider sahen wir keinen Biber bei unserem Besuch.

Vom Biber führt uns der Weg weiter zu den quirligen Baummardern, die pausenlos durch ihr Gehege sausen und spielen. Gerade für kleinere Kinder ist dies ein schönes Gehege, um die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Leicht bergauf geht es nun weiter zum Elchgehege, an dem wir nach links Richtung Braunbären weitergehen. Gemütlich geht es durch den Wald, in dem die Natur sich selbst überlassen bleibt und keine abgestorbenen Bäume entfernt werden. Kurz vor den Bären passieren wir noch Schwarzstörche, die sich zwischen hohen Gras und Farnen zeigen. Nun erreichen wir die Bären, die in einem großen Gehege mit vielen Bäumen, Wiesen, Felsen und Hügeln sich austoben und verstecken können. Wir hatten allerdings Glück und sahen bereits auf dem Weg zum Gehege den ersten Bären, der über die Wiese ging und die Mittagssonne genoss. Die Zuschauer schienen ihn nicht zu stören und er zeigte sich sehr lange, bevor er hinter den Bäumen verschwand. Zu unserer Überraschung saß am Ende des Geheges ein zweiter Bär faul am Zaun. Die Kinder konnten so aus einer Entfernung von etwa 1-2 Metern den Bären bewundern.

Auf dem Weg wandern wir weiter und erreichen die Abzweigung nach Altschönau, an der wir gerade weitergehen. Der Weg macht eine Rechtskurve und wir erreichen die Rothirsche, die sich allerdings nur aus der Ferne zeigen. Hier haben wir etwa die Hälfte des Geländes abgegangen und gehen wieder zurück Richtung Nationalparkzentrum. Als nächstes kommen wir zu den Fischottern, die wir in verschiedenen Becken beobachten können. Neben dem normalen Blick ins Gehege gibt es die Möglichkeit, die Fischotter auf Wasserhöhe zu sehen. Nun geht es weiter, vorbei an großen Felsen und Schautafeln, auf denen der Waldboden erklärt wird zum Wildschweingehege. Der Weg führt direkt durch das Gelände und wir sehen überall die Spuren der Schweine, aber sie selbst bekommen wir nicht zu Gesicht. Ähnlich ergeht es uns bei den Wildkatzen, die sich auch verstecken.

Nach den Wildkatzen führt uns die Route noch einmal zu den Elchen. Hier haben wir großes Glück und können zwei Elchjunge beobachten, wie sie auf ihren noch wackligen Beinen umherlaufen, immer unter Beobachtung der Mutter. Vom Elchgehege führt der Weg nach links zu den Wölfen, Wisenten und Luchsen. Wir wählten hier allerdings eine Abkürzung, da wir bereits lange unterwegs waren und gingen auf direktem Weg wieder zurück.

Unsere Abkürzung führte uns weiter am Elchgehege vorbei bis zu der Kreuzung, die wir bereits zuvor auf dem Weg zu den Bären passierten. Hier halten wir uns links und gehen auf einem Fahrweg immer gerade bis wir das Nationalparkzentrum erreichen.

Ein Besuch des Tierfreigeländes eignet sich sowohl für Kinder als auch für Erwachsene und lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Besonders schön ist es natürlich, wenn die Tiere Junge haben und diese sich zeigen. Durch die Größe des Geländes wirkt dieses auch nicht überlaufen, wenn es z.B. am Baumwipfelpfad voll ist.

volle Distanz: 6.53 km
Maximale Höhe: 831 m
Minimale Höhe: 765 m
Gesamtanstieg: 203 m
Gesamtabstieg: -205 m
Tierfreigelände Nationalpark Bay. Wald
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Anfahrt
B12 ab Passau bis Freyung – Abbiegen auf die B533 Richtung Grafenau und der Beschilderung “Nationalpark” und “Baumwipfelpfad” folgen bzw. A3 Ausfahrt Hengersberg – B533 Richtung Grafenau und der Beschilderung folgen. Kostenpflichtige Parkplätze gibt es in direkter Nähe am Nationalparkzentrum Lusen, wobei diese vor allem an Wochenenden ab Mittag komplett überfüllt sein können.
Alternativ ist ein Start ab Altschönau, nur wenige km entfernt möglich.

benötigte Zeit | Weg
Für den Besuch des Tierfreigeländes sollte mind. 1/2 Tag eingeplant werden, da das Areal sehr groß ist. Die Wege sind meist gute Schotterwege, teilweise verläuft der Weg auf Holzplanken. An verschiedenen Stellen gibt es Abkürzungsmöglichkeiten.
Neben dem Tierfreigelände lässt sich der direkt am angrenzende Baumwipfelpfad besuchen.

Schwierigkeit
leicht – die Wege sind gut ausgebaut und enthalten keine steileren Steigungen, wobei es ständig auf-und-ab geht.

Schatten | Sonne
Das Tierfreigelände liegt größtenteils im Wald, so dass es viel Schatten gibt.

Öffnungszeit | Eintritt
Das Tierfreigelände ist ganzjährig ohne Eintritt zugänglich und im Winter werden die Wege geräumt.

Verpflegung
Verpflegungsmöglichkeiten gibt es im Nationalparkzentrum und u.a. in Neuschönau bzw. Altschönau. Im Freigelände gibt es Bänke, die zur Rast einladen.

geeignet für
Kinderwagen, Babyjogger, Kindertrage, Kinder jeden Alters

Spielmöglichkeiten
Wald

Gefahren
keine besonderen Gefahren

Weitere Infos zum Tierfreigelände

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