Wanderzwerg

Wanderungen und Ausflüge mit Kindern wollen gut geplant sein. Wohin soll der Ausflug gehen? Wie weit können wir wandern? Was muss alles eingepackt werden? Hier findet ihr ein paar Tipps, auf die man achten sollte. Grundsätzlich können bereits mit Babys und kleinen Kindern Wanderungen unternommen werden. Die Schwierigkeit der Wanderungen hängt einzig und allein von den persönlichen Vorlieben und den Transportmöglichkeiten ab.

Rad- und Wanderführer | Rad- und Wanderkarten
Wir empfehlen euch zu allen Radtouren und Wanderungen entsprechende Führer und Karten mitzunehmen. In diesen sind zwar oft keine expliziten Touren mit Kindern ausgewiesen, aber dennoch dienen diese bei der Hilfe der Streckenauswahl und können während der Tour zu Rate gezogen werden.

Entfernungen
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass mit Kindern, die gerade selbst laufen lernten (ca. 1 Jahr), etwa eine Stunde pro Kilometer eingeplant werden sollte. Die Kinder wollen alles am Wegrand untersuchen, laufen wieder zurück, sammeln Blätter und Äste… Die Wanderungen sollten daher nicht zu lange sein und der Weg bereits das Ziel sein, da es auch mal etwas länger dauern kann. Ein passender Weg ist ohne Gefahren zu bewerkstelligen, vor allem ohne Autos.

Pausen | Verpflegung
Beim Wandern mit Kindern sollten ausreichend Pausen eingeplant werden. Kinder wollen irgendwann nicht mehr weiter, weil sie nicht mehr können oder weil ihnen der Platz gerade gut gefällt – macht eine Pause – lasst die Kinder Kräfte sammeln oder einfach spielen und macht Brotzeit.
Nehmt zum Wandern immer ausreichend Getränke und Proviant mit. Mundgerechtes Obst, belegte Brote und Reiswaffeln schmecken fast allen Kindern.

Wege
Kinder wollen Abwechslung. Auf einem langen Weg, der eintönig durch die Landschaft verläuft, kann es Kindern schnell langweilig werden. Steile Wege sind gerade für 1-2 jährige Kinder noch anstrengend, da die Steigung leicht zu steil zum selbst laufen ist und Kinder aber auch beim bergablaufen leicht zu schnell werden und nicht mehr bremsen können.

Kinderwagen | Babyjogger | Buggy
Die einzelnen Wanderungen erfolgen auf unterschiedlichen Wegen und haben teilweise steile Passagen. Aus diesem Grund haben wir eine Unterscheidung gemacht, für was die Strecken geeignet sind.
Ein Kinderwagen ist meist für kleine Babys, in dem diese liegen. Die Bereifung ist etwas kleiner (bis 12″) und aus Plastik bzw. Luftreifen. Das Gewicht ist meist etwas höher.
Unter einem Babyjogger verstehen wir einen sportlichen Buggy oder Fahrradanhänger, der leicht und geländegängig ist und mit mind. 16″ Luftreifen ausgestattet ist.
Den Begriff Buggy verwenden wir für kleine kompakte Gefährte, die meist kleine Plastikreifen besitzen und eigentlich nur auf Teer- und guten Forstwegen zu nutzen sind.

leicht | mittel | schwierig – wie anstrengend ist der Weg?
Bei der Planung eines Ausfluges stellt sich natürlich auch die Frage, ob der Weg eben ist, welche Beschaffenheit die Wege haben. Wir ordnen jede Wanderung oder jeden Radausflug eine Kategorie zu und geben eine kurze Erklärung für die Wahl.
leicht: es handelt sich meist um ebene und gut ausgebaute Wege, die sowohl mit Kinderwagen als auch Buggy zu befahren sind. Es gibt wenige Gefahrenquellen.
mittel: der Weg enthält kleinere Steigungen und die Wege sind zwar gut zu gehen, aber durch die Beschaffenheit nicht für einen Buggy geeignet. Am Weg können einige Gefahrenstellen vorhanden sein.
schwierig: Der Weg enthält steile Passagen bzw. es sind enge Wald- und Wanderwege, die Aufmerksamkeit erfordern. Gefahrenstellen sind meist vorhanden.

Kleidung
Die Kleidung sollte für die Wanderung passend sein. Zu beachten ist, dass es bei Höhenunterschieden auch zu Temperaturunterschieden kommen kann, die Kinder schneller spüren, als Erwachsene. Wichtig ist, dass ausreichend Wechselkleidung für die Kleinen eingepackt wird und passende Schuhe getragen werden. Kinder springen gerne in Pfützen oder setzen sich, egal ob es nass ist…

Pflanzen | Beeren
Kinder nehmen viele Dinge in den Mund. Gerade bei Wanderungen gibt es viele verschiedene Pflanzen am Wegesrand, die herrliche Früchte haben und eine große Verlockung für die Kleinen sind. Bei manchen Früchten ist allerdings Vorsicht geboten, da diese ungenießbar bzw. giftig sind. So unterscheidet sich etwa die Heidelbeere nur durch den Stängel von der giftigen Rauschbeere.
Wir empfehlen daher die Anschaffung eines Naturführers, in dem Pflanzen beschrieben sind. Empfehlenswert ist z.B. der Kosmus „Naturführer für unterwegs“, in dem nach Lebensraum getrennt Blumen, Bäume, Sträucher und Tiere aufgeführt sind.

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